Über meine Psychotherapeutische Arbeit

Methoden, Bilder und Gedanken

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Wurzelwerk eines Mammutbaumes.

Von Wurzeln sprechen wir auch in einem übertragenen Sinn. Wir meinen damit die Herkunft, die Heimat oder die Werte, mit denen wir aufgewachsen sind. Gut verwurzelt zu sein heißt auch, den Stürmen des Lebens besser gewachsen zu sein. 
Der Mensch unserer Zeit entfernt sich oft von seinen Wurzeln, fühlt sich wurzellos oder kehrt zu seinen Wurzeln zurück. 
Sich gut verwurzelt fühlen, kann aber auch in einem psychischen Sinn verstanden werden, nämlich als innere Sicherheit und Selbstvertrauen. 





Analytische Psychotherapie

Die Analytische Psychotherapie ist ein aus der klassischen Psychoanalyse abgeleitetes Verfahren. Je nach Schulrichtung werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Gemeinsam ist die grundlegende Vorstellung, dass Psyche nicht nur aus uns bewussten Inhalten besteht, sondern dass der weitaus größere Teil aus uns nicht bewussten Inhalten besteht. Unbewusste seelische Konflikte oder unbewältigte schmerzliche Erfahrungen (Traumata), die oft verdrängt,bzw. vergessen wurden, können in der Gegenwart zu seelischen Störungen der verschiedensten Art führen. 

Die Analytische Psychotherapie hat u.a. das Ziel, solche unbewussten Störfaktoren bewusst zu machen und zur Verarbeitung beizutragen, so dass der Mensch von seinen Symptomen befreit wird. Da Menschen sehr unterschiedlich sind und ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind, ist der therapeutische Prozess ein sehr individuelles Geschehen. Oft ist es nötig, zuerst einmal das oft schwache Selbstwertgefühl des Patienten zu stärken und heraus zu finden, welche Kraftquellen und noch nicht entwickelte Begabungen und Fähigkeiten ihm zu eigen sind.



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Eine einzeln stehende Linde.

Wir vergleichen die ungestörten Entwicklung eines Menschen manchmal mit der eines Baumes, der sich nach allen Seiten ausdehnen kann, ohne von Nachbarbäumen in seinem Wuchs beeinträchtigt zu werden. Solch ein Baum hat meist eine ganz harmonische Form, die oft der Form seine Blätter gleicht. 
Kann ein Kind sich seinen Gaben und Interessen entsprechend entwickeln, ohne dass es von unange-messenen Forderungen und Erwartungen des sozialen Umfeldes beeinträchtigt oder verformt wird, 
so ist sicher eine gute Grundlage für ein gesundes Erwachsenenleben gelegt.




Das Setting

Analytische Psychotherapie wird meistens mit 2 bis 3 Sitzungen pro Woche durchgeführt. Eine Sitzung dauert 50 Minuten.
C.G.Jung verstand die Psychotherapie als gemeinsames Arbeiten von Therapeut und Patient an Themen, die aus dem Unbewußten auftauchen und sich zum Beispiel in Träumen, Einfällen, Bildern oder Erinnerungen zeigen. Für diese gemeinsame Arbeit fand er es passend, sich gegenüber zu sitzen. Ich stelle immer wieder fest, dass sich der Zugang zu unbewussten psychischen Inhalten und zu den eigenen Gefühlen oft im Liegen oft leichter finden lässt. So besteht auch diese Möglichkeit während der Therapiestunden.

 



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   Traumbild :
  
   Burg mit Pferden


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   Traumbild:
 
   Der aus dem Feuer geborene Vogel



Traumarbeit

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Sigmund Freud bezeichnete die Träume als "Königsweg zur Seele". Und auch für C.G. Jung ist die Arbeit mit den Träumen zentraler Bestandteil des psychotherapeutischen Prozesses. Jeder Mensch träumt jede Nacht. Es scheint als würde das Träumen dazu beitragen, dass der Mensch gesund bleiben kann. Von altersher wurde jedoch den Träumen auch besondere Bedeutung zugesprochen. Diese Bedeutung erschließt sich meist nicht auf den ersten Blick. Auch ein Traumdeutungsbuch hilft dabei nicht unbedingt. Ich bin immer wieder voller Staunen, wie sich in dem gemeinsamen Gespräch über die Traumbilder, die darin enthaltene Symbolik und die Einfälle dazu die Bedeutung für die Träumerin oder den Träumer  auf einer Ebene herstellt, die allein durch Denken nicht erreicht werden kann. Deshalb arbeite ich auch gern mit Träumen.





Imaginative Verfahren

Imagination heißt zunächst nur, sich ein Bild vorzustellen.
C. G. Jung entwickelte die Methode der Aktiven Imagination, in der ein Bild nicht nur quasi passiv geschaut wird, sondern in das sich der imaginierende Mensch in seiner Vorstellung selbst hinein begibt und u. U. mit den Gestalten und Wesen, denen er in der vorgestellten "Welt" begegnet, Kontakt aufnehmen kann. 
Wir kennen fast alle das Tagträumen. Hier geschieht eigentlich etwas Ähnliches. Wir sind im Geschehen selber drin, erleben uns oft als stärker, geschickter oder attraktiver, und wir machen Erfahrungen, die uns im realen Leben nicht möglich wären.
Viel weniger ist uns bekannt, dass unsere Gefühle und Reaktionen oft gar nicht durch äußere, reale Geschehnisse und durch unser Ich-Bewusstsein gesteuert werden, sondern durch Vorstellungen (Imaginationen, Gedanken, Einfälle . . ), die wir jedoch für die Realität halten. Diese Vorstellungen können so energiegeladen sein, dass wir sie trotz besseren Wissens nicht abschütteln können. Heute ist dieses Wissen in den meisten therapeutischen "Schulen" vorhanden. Und weil man seine Vorstellungsfähigkeit quasi trainieren kann, kann man auch Vorstellungen (z:B. solche, die irrationalen Ängsten und Phobien oft vorausgehen, oder die Zwänge aufrechterhalten) verändern. 
Auch Erinnerungen haben oft die Form von Vorstellungen. Menschen mit traumatischen Erlebnissen werden oft ganz plötzlich von Erinnerungsbildern quasi überfallen und erleben dann die ganze Qual des damaligen Ereignisses wieder.Inzwischen sind auch für die Bewältigung und Verarbeitung solcher Erfahrungen eine Reihe von imaginativen Verfahren entwickelt worden, die jedoch immer in einen therapeutischen Prozess eingebunden sein sollten.


Was es ist


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

(Gedicht von ERICH FRIED aus 
den "Gesammelten Werken"; Wagenbachverlag)




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